Ausstellung "Sandra Heinz : für Nasima"

Die Auseinandersetzung mit Kleidern ist ein Grundzug in der künstlerischen Arbeit von Sandra Heinz. Vor allem Textilien aus dem privaten Bereich wählt sie als Material ihrer Werke. Getragene Kleidung trägt direkte Spuren ihrer Besitzer, physisch oder habituell. Die Stoffe wurden von Menschen ausgewählt, passten sich den Körpern ihrer Träger an, schmiegten sich an ihn, schützten und zierten ihn. Daher werden Sandra Heinz oftmals Kleidungsstücke überlassen, die Menschen an bedeutenden Ereignissen kleideten oder ihren sozialen Status respektive beruflichen Werdegang dokumentieren.

Die Textilien werden zu Erinnerungsträgern des Einzelnen, Materialien der Einschreibung und Speicher der Zeit.

Die titelgebende Arbeit „für Nasima“ ist 2010 entstanden. Sie basiert nicht auf bereits getragenen Kleidern, sondern besteht aus zwei von der Künstlerin eigens genähten Kleidern. Auf den rot eingefärbten Gazestoff hat sie Verbote, die für Frauen galten, eingeschrieben. Die Kleider sind ‚Nasima‘ gewidmet, wobei der Name stellvertretend für alle Frauen steht, die von den Verboten betroffen waren und bis heute unter Unterdrückung zu leiden haben und an die die Künstlerin mit ihrer Ausstellung, die am Weltfrauentag eröffnet wurde, erinnern möchte.

Wo:
Haus Burgund-Franche-Comté
Große Bleiche 29

Dauer der Ausstellung: bis 25. April 2018

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