Ausstellung "Industrie und Holocaust: Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz"

© Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz (Foto: Stadt Mainz)



Die Massentötungen in zahlreichen Konzentrations- und Vernichtungslagern wären nicht möglich gewesen ohne die gezielt betriebenen technischen Entwicklungen. Das Erfurter Traditionsunternehmen J. A. Topf & Söhne fertigte nicht nur Mälzereianlagen, Silos und Schornsteine, sondern seit 1914 auch Einäscherungsöfen. Für die SS entwickelte die Firma im Zweiten Weltkrieg leistungsfähige Öfen und Belüftungsanlagen für die Gaskammern des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Die Öfen von Topf & Söhne sind heute ein internationales Symbol für den Holocaust.
Mitwisserschaft und Mittäterschaft haben trotz aller Vertuschungsbemühungen Spuren hinterlassen. Diese aufzuarbeiten hat sich der Erinnerungsort Topf & Söhne auf dem ehemaligen Firmengelände in Erfurt zum Ziel gesetzt. Die internationale Wanderausstellung des Erinnerungsortes zeigt Schlüsseldokumente aus dem Betriebsarchiv: Mit Filmen, Fotos, Berichten und weiteren Zeugnissen dokumentiert sie die Firmengeschichte und öffnet den Diskurs über die Beteiligung der privaten Wirtschaft an den nationalsozialistischen Verbrechen.


Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 12. April 2018, 19 Uhr im Rathaus (Foyer)
Begrüßung
Michael Ebling
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz

Einführung
PD Dr. Annegret Schüle
Leiterin des Erinnerungsortes „Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ in Erfurt

Hinweis

Ausstellungslaufzeit: 13. April 2018 bis 14. Juli 2018

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